In der heutigen digitalen Welt ist die effiziente und reibungslose Kommunikation zwischen Unternehmen von entscheidender Bedeutung. Eine Möglichkeit, diese Kommunikation zu optimieren, ist die Verwendung einer EDI Schnittstelle.

Aber was genau ist eine EDI Schnittstelle und wie funktioniert sie? Das wollen wir Ihnen in diesem Blogartikel näherbringen.

Definition

EDI steht für Electronic Data Interchange und ist eine Softwarelösung, die den elektronischen Austausch von strukturierten Geschäftsdaten zwischen verschiedenen Computersystemen ermöglicht. Die Schnittstelle dient dazu, den Datenaustausch zwischen Unternehmen zu automatisieren und zu standardisieren, um die Effizienz und Genauigkeit von Geschäftsprozessen zu verbessern.

Die EDI Schnittstelle ermöglicht es Unternehmen, Dokumente wie bspw. Bestellungen, Rechnungen, Lieferscheine sowie auch andere geschäftliche Transaktionen elektronisch auszutauschen, anstatt sie manuell zu verarbeiten. Dies führt zu einer schnelleren Abwicklung von Transaktionen, reduziert Fehler und Kosten und optimiert so die Kommunikation zwischen Geschäftspartnern.

Die EDI Schnittstelle basiert auf definierten Standards. Solche Standards sind z.B. EDIFACT oder ANSI X12. Sie stellen sicher, dass die ausgetauschten Daten einheitlich strukturiert sind und von den beteiligten Systemen korrekt interpretiert werden können. Die Implementierung einer EDI Schnittstelle erfordert in der Regel eine Integration mit den bestehenden Unternehmenssystemen und eine enge Zusammenarbeit mit Geschäftspartnern, um einen reibungslosen Datenaustausch zu gewährleisten.

Standards erklärt:

ANSI X12

Dieser Standard ist der am häufigsten verwendeter Standard in Nordamerika. Er findet Anwendung für den elektronischen Datenaustausch in verschiedenen Branchen wie Einzelhandel, Gesundheitswesen und Logistik.

EDIFACT

Dieser Standard wird vor allem in Europa und anderen Teilen der Welt verwendet und wurde von der UN entwickelt. Er wird oft in der Automobilindustrie, im Handel und in der Logistik eingesetzt.

XML

Obwohl nicht speziell für den EDI entwickelt, eignet sich das Format XML als Standard für den elektronischen Datenaustausch. Es ist sehr flexibel einsetzbar und ist deutlich einfacher von den verschiedensten Systemen zu implementieren und zu verarbeiten

Funktionsweise

Die EDI Schnittstelle fungiert als Vermittler zwischen den verschiedenen Computersystemen der beteiligten Unternehmen und übersetzt die Daten in ein standardisiertes Format, das von beiden Seiten verstanden werden kann.

Um eine EDI Schnittstelle nutzen zu können, müssen die beteiligten Unternehmen zunächst ihre Systeme miteinander verbinden und festlegen, welcher Standard bzw. welches Format verwendet werden soll und welche Informationen ausgetauscht werden sollen. Anschließend können sie den Datenaustausch automatisieren und von den Vorteilen einer effizienten Kommunikation profitieren

Die Funktionsweise einer EDI Schnittstelle umfasst in der Regel folgende Schritte:

  1. Datenformatierung: Die zu übertragenden Daten werden gemäß einem festgelegten Standardformat strukturiert und formatiert.
  2. Datenübertragung: Die formatierten Daten werden über eine sichere Verbindung (z.B. FTP, AS2, VAN) zwischen den beteiligten Systemen ausgetauscht.
  3. Datenverarbeitung: Die empfangenen Daten werden von der EDI Schnittstelle automatisch verarbeitet und in das Zielsystem importiert.
  4. Validierung und Fehlerbehandlung: Die EDI Schnittstelle prüft die übertragenen Daten auf Vollständigkeit, Richtigkeit und Plausibilität. Bei Fehlern oder Unstimmigkeiten werden entsprechende Fehlermeldungen generiert und an den Absender zurückgesendet.
  5. Protokollierung: Alle Transaktionen und Aktivitäten im Zusammenhang mit dem Datenaustausch werden protokolliert, um eine lückenlose Nachverfolgbarkeit zu gewährleisten.

Vorteile

Eine EDI Schnittstelle bietet viele Vorteile:

  1. Effizienzsteigerung: Durch die Automatisierung von Geschäftsprozessen können Unternehmen Zeit und Ressourcen sparen.
  2. Fehlerreduzierung: Die manuelle Dateneingabe birgt das Risiko von Fehlern, die durch eine EDI Schnittstelle minimiert werden können.
  3. Schnellere Transaktionsabwicklung: Durch den elektronischen Austausch von Dokumenten können Transaktionen schneller abgewickelt werden.
  4. Optimierte Datenqualität: Da die Daten direkt zwischen den Systemen ausgetauscht werden, ist die Qualität der Daten in der Regel höher als bei manueller Eingabe.
  5. Kosteneinsparungen: Durch die Automatisierung von Prozessen und die Reduzierung von Papier- und Druckkosten können Kosten eingespart werden.
  6. Verbesserte Kommunikation: Die EDI Schnittstelle ermöglicht eine nahtlose und medienbruchfreie Kommunikation. Das führt zu einer besseren Zusammenarbeit zwischen den beteiligten Geschäftspartnern.
  7. Skalierbarkeit: Eine EDI Schnittstelle kann einfach an die wachsenden Anforderungen eines Unternehmens angepasst werden, ohne dass zusätzliche Ressourcen benötigt werden.

Sicherheit

Die Sicherheit beim Einsatz einer EDI Schnittstelle ist von entscheidender Bedeutung, da sensible Unternehmensdaten übertragen werden. Nachfolgend haben wir einige wichtige Aspekte zur Sicherheit bei der Nutzung einer EDI Schnittstelle zusammengestellt:

  • Authentifizierung: Um sicherzustellen, dass nur autorisierte Benutzer auf das System zugreifen können, sollte eine sichere Authentifizierungsmethode wie Passwortschutz, Zwei-Faktor-Authentifizierung oder digitales Zertifikat implementiert werden.
  • Verschlüsselung: Daten sollten während der Übertragung verschlüsselt werden, um sicherzustellen, dass sie nicht von unbefugten Dritten abgefangen oder manipuliert werden können. Gängige Verschlüsselungsprotokolle sind SSL/TLS oder SFTP.
  • Integrität: Um sicherzustellen, dass die übermittelten Daten während der Übertragung nicht verändert wurden, kann eine Integritätsprüfung durch digitale Signaturen oder Hashfunktionen erfolgen.
  • Zugriffskontrolle: Es sollte festgelegt werden, wer auf welche Daten zugreifen darf und welche Aktionen durchgeführt werden dürfen. Dies kann durch Rollen- und Berechtigungskonzepte umgesetzt werden.
  • Monitoring und Logging: Ein kontinuierliches Monitoring des Datenverkehrs sowie das Protokollieren von Aktivitäten sind wichtig, um verdächtige Vorfälle zu erkennen und darauf angemessen reagieren zu können.
  • Compliance: Unternehmen sollten sicherstellen, dass ihre EDI Schnittstelle den geltenden Datenschutzbestimmungen und branchenspezifischen Vorschriften entspricht, um rechtliche Konsequenzen zu vermeiden.

Durch die Implementierung geeigneter Sicherheitsmaßnahmen können Unternehmen das Risiko von Datenverlust, unbefugtem Zugriff oder Manipulation minimieren und die Vertraulichkeit und Integrität ihrer Geschäftsdaten gewährleisten.

Fazit

Insgesamt kann man sagen, dass eine EDI Schnittstelle eine zuverlässige Methode für Unternehmen ist, die ihre Prozesse optimieren, ihre Effizienz steigern möchten und den elektronischen Datenaustausch mit ihren Geschäftspartnern effizienter und fehlerfreier gestalten wollen. Durch den elektronischen Austausch von Daten können sie Zeit sparen, Geschäftsabläufe optimieren, Kosten senken und ihre Wettbewerbsfähigkeit stärken.  Es ist daher sinnvoll, sich mit dem Thema EDI vertraut zu machen und zu prüfen, ob die Implementierung einer solchen Schnittstelle für das eigene Unternehmen in Frage kommt.

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